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In Memoriam Karl Rarichs

Die Frankfurter Singakademie trauert um ihren langjährigen Chorleiter Karl Rarichs, der am 9. März 2020 im 91. Lebensjahr verstorben ist.

Karl Rarichs leitete den Chor von 1985 bis 1999. Der Frankfurter Singakademie verbunden war er freilich schon viele Jahre zuvor. Seit 1962 hatte er – ein hervorragender Pianist –  Einstudierungen des Chores für seinen Vorgänger Ljubomir Romansky übernommen. Damals war er nach Frankfurt gekommen und hatte hauptberuflich eine leitende Stelle im Notenverlag C.F. Peters übernommen.

Die „Ära“ Rarichs ist für die Frankfurter Singakademie mit vielen glanzvollen, künstlerischen Ereignissen verbunden, zu denen auch zahlreiche Chorreisen ins In- und Ausland zählten – unter anderem nach Spanien, Israel und in die Türkei.

Heute selbstverständliche Elemente des Chorlebens, wie präzise Probenpläne, verlässliche Probezeiten und regelmäßige Stimmbildung, wurden erst durch Karl Rarichs eingeführt.


Unter Karl Rarichs Einstudierung wurden das Brahms-Requiem  und das Verdi-Requiem 24 Mal, Beethovens IX. 39 Mal und die Carmina Burana 42 Mal aufgeführt. Geleitet hat Karl Rarichs davon keine einzige Aufführung, eine Besonderheit seiner langen Amtszeit. Er brachte den Chor der Frankfurter Singakademie in Hunderten von Konzerten zur Aufführungsreife und erntete dabei niemals als Dirigent den Lohn für diese Mühe. Gleichzeitig gab er durch eine legendär große Zahl von Kontakten dem Chor die Möglichkeit, unter Künstlern wie Zubin Mehta, Michael Gielen, Marek Janowski oder Yehudi Menuhin aufzutreten, wodurch Karl Rarichs als ganz außergewöhnliche Persönlichkeit des Musiklebens in Erinnerung bleibt. Die Frankfurter Singakademie hat ihm sehr viel zu verdanken.

 

 

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